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Fachkräfte sondieren Möglichkeit einer Deutsch-Ghanaischen Jugendbegegnung

Es war eine Idee, die ursprünglich am Rande eines internationalen Treffens von Lutherischen Pfarrern und akademischen Lehrer in der Lutherstadt-Wittenberg geboren wurde. Dort traf ich auf Rev. William Boateng, den Pfarrer der Lutherischen St. Paul‘s Kirchgemeinde in der ghanaischen Hauptstadt Accra. Zu dieser Kirchgemeinde gehören auch eine offene Jugendarbeit und ein theologisches Semiar. Unser beider Idee war Jugendliche aus beiden Ländern zusammen zubringen, um voneinander zu lernen und Vertrauen und Freudnschaften für eine mögliche künftige Zusammenarbeit zwischen Menschen aus beiden Ländern entstehen zu lassen. Nun folgte ein erster konkreter Schritt vom 22.-27. Februar machten sich die Lehrerin Franziska Neubert, Heinke Schenker von der Kirchgemeinde St. Michaelis Plauen und  ich auf den Weg nach Ghana.

Alles wirkte, als wäre es von langer Hand vorbereitet

Wird es überhaupt möglich sein, mit deutschen Jugendlichen nach Ghana zu fahren? Welche Bedingungen werden wir dort vorfinden? Was kann man dort in einer Woche erleben und lernen? WelchesInteresseundwelche Erwartungen bestehen überhaupt bei den ghanaischen Kollegen und Jugendlichen? In welchem Rahmen können wir Veranstaltungen mit Jugendlichen aus beiden Ländern dort veranstalten?... Es warenviele Fragen, die wir im Gepäck hatten. 
Es war ein Kirchgemeindeglied, dass vor einiger Zeit die Idee hatte, Gästehäuser für spezielle Besucher zu bauen. In einem davon wurden wir ganz herzlich am Freitag nach unserer Ankunft in Accra begrüßt und aufgenommen. Sowohl der Komfort aber vor allem die vielen Details, die vor unserer Ankunft bereits liebevoll für uns geplant waren, übertrafen unsere Erwartungen weit. Die äußern Bedingungen für einen Jugendaustausch sollten auf jeden Fall ganz hervorragend sein, das war uns sofort klar.
In den folgenden Tagen erhielten wir Einblick in viele Arbeitsfelder der Kirchgemeinde und hatten Gelegenheit mit vielen Menschen dort in Kontakt zu kommen. Am Abend werteten wir gemeinsam mitunserenGastgebern unsere Erfahrungen und Eindrücke aus und fingen an daraus gemeinsame Punkte für das Konzept einer Jugendbegegnung zu entwickeln.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag ging es nach Akroso, ein Dorf im Busch, nordwestlich von Accra. Dort besuchten wir am Montag einige Schulen und tauschen uns mit Lehrern und Schulleitern über das Anliegen aus. Sie waren begeistern von einem solchen Projekt ebenso die Schüler. Für sie ist die Aussicht, Teil dieses Projektes zu werden, ein großer Anreiz, sich in der Schule anzustrengen. 

Einige bildliche Impressionen von den Tagen

Dank und Ausblick

Ein ganz herzlichen Dank dem Freistaat Sachsen, der durch die Förderung dieses Projektes die grenzübergreifenden Zusammenarbeit ermöglicht und dazu herausfordert. Ein Dank ebenso an die Leitung des Lessing-Gymnasium in Plauen, die an diesem Projekt im Blick auf das außerschulische Angebot für Schüler des Gymnasiums interessiert ist und Frau Neubert für diese Zeit freigestellt hat. Dem Schulleiter, Herr Richter sowie Frau Weiß sei darum in besonderer Weise gedankt für ihre Unterstützung.
Nun wurden neben den Kozept auch schon konkrete Termine ins Auge gefasst. Eine erste Begegnung in Ghana soll vom 25.10. bis 02.11.2018 stattfinden. In der vorletzten Schulwoche vor densächsischenSommerferien 2019 sollen dann die Ghanaer zur Rückbegegnung in Sachsen erwartet werden. Ab sofort kann man sich für dieses Projektanmelden und vormerken lassen. Es stehen insgesamt nur 13 Plätze zur Verfügung. Vornehmlich werden Schüler der 9. Klassenstufe berücksichtigt. Für alle interessierten Schüler findet im Ende Apriloder Anfang Mai ein Informationsabend mit ihren Eltern statt. Zur Zeit gibt es aber nur noch 3 freie Plätze. Verbindlich kann man sich aber erst nach dem Informationsabend anmelden.