Sächsisch-Israelisches Fachkräftetreffen

Ein Einblick von Oliver Rohleder

Nachdem wir am 17.06.2018 bereits abends einem spannend moderierten Konzert anlässlich des 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels beiwohnen durften, trafen wir am nächsten Tag Schüler, Lehrkräfte und den stellvertretenden Schulleiter der Havat HaNoar HaTzioni. Die Konzeption dieser 1949 mit 40 Waisenkindern aus dem Holocaust gegründeten Internatsschule die heute zu einer komplexen Schullandschaft herangewachsen ist kennenzulernen war spannend und ergiebig. Der Vergleich mit unserem Schulsystem in Sachsen war für beide Seiten inspirierend.

 

Wir erfuhren, dass sich die Schüler neben dem Basisunterricht in verschiedene Kurse einwählen können, in welchen sie zum Beispiel den Anbau von Algen als Nahrungsmittel experimentell untersuchen und erforschen. Dazu stehen der Schule Gewächshäuser und Fachkräfte zur Verfügung. Außer Landwirtschaft können sich die SchülerInnen in Kurse zu Rhetorik, Synchronschwimmen, Basketball, Gesang und Musik und andere einwählen.

 

Weiterhin konnten wir erfahren, dass die Schule aus mehreren Teilen besteht, einer sogenannten israelischen Schule, in der die meisten SchülerInnen, etwa 500 lernen, einer französischen und amerikanischen Schule, sowie einer Schule für Kinder von ausländischen Diplomaten.

 

Adäquat zum großen Angebot gibt es auch SchülerInnen, aus dem weiteren Umfeld, die im schulzugehörigen Internat wohnen können.

 

Eine erweiterte Zusammenarbeit mit dieser Schule ist aus folgenden Gründen wünschenswert:

 

  • Die Schüler verbessern ihre Fähigkeit sich in Englisch zu verständigen.
  • Sie werden in die Lage versetzt, ihr Umfeld mit der Situation in Israel zu vergleichen.
  • Durch das persönliche Kennenlernen werden Vorurteile abgebaut und durch Informationen aus erster Hand ersetzt.
  • Horizonte werden erweitert und das persönliche Weltbild entwickelt sich.
  • Die erworbenen Kompetenzen entwickeln das Selbstbewusstsein der Schüler.
  • Durch das Kennenlernen des „Anderen“ besinnen sich Schüler auch auf das „Eigene“ und entwickeln ein Identitätsgefühl, was nicht zuletzt auch zu einer stabilen Psyche beiträgt.

 

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